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<title>Trampolin</title>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Das <b>Trampolin</b> (<a href="Spanische_Sprache" title="Spanische Sprache">spanisch</a> <i>trampolín</i> ‚Sprungbrett‘) ist ein <a href="Sportger%C3%A4t" title="Sportgerät">Sportgerät</a> zur Sprungunterstützung. Trampoline finden ihre Anwendung beim <a href="Trampolinturnen" title="Trampolinturnen">Trampolinturnen</a> (auch „Trampolinspringen“ genannt) sowie in der Medizin beim <a href="Trampolin-K%C3%B6rperkoordinationstest" title="Trampolin-Körperkoordinationstest">Trampolin-Körperkoordinationstest</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>Ein Vorläufer des Trampolinspringens war das Hüpfen auf einer Matratze. Das Trampolinturnen nahm seinen Anfang im Zirkus, wo das Sicherheitsfangnetz der Hochartisten trampolinähnliche Eigenschaften aufwies. Die Turner ließen sich zum Abschluss ihrer Darbietungen in das Netz fallen und vollzogen von dem Netz aus einige <a href="Salto_(Sprung)" title="Salto (Sprung)">Salti</a>. So kam man auf die Idee, daraus eine eigenständige Nummer zu machen und stellte zu diesem Zweck spezielle Geräte her. Mitte der 1930er Jahre baute der US-amerikanische Hochartist <a href="George_Nissen" title="George Nissen">George Nissen</a> mit Hilfe des Gymnastiktrainers Larry Griswold das zu dieser Zeit beste Sprunggerät und verkaufte es unter dem damals noch <a href="Markenrecht" title="Markenrecht">markenrechtlich</a> geschützten Eigennamen <i>Trampolin</i>.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die beiden hatten sich 1931 an der <a href="University_of_Iowa" title="University of Iowa">University of Iowa</a> kennengelernt und gründeten gemeinsam die Griswold-Nissen & Trampolin Tumbling Company. Als Grisworld keine Zukunft mehr in dem Unternehmen sah, verkaufte er seine Anteile und widmete sich seiner Entertainment-Karriere. Nissen hingegen stellte die Trampoline weiterhin professionell her und wurde damit schließlich weltweit bekannt. Noch heute trägt die Veranstaltung „Nissen Cup“ seinen Namen. In den <a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten">Vereinigten Staaten</a> erfuhr das Trampolinturnen die rasanteste Entwicklung.
</p><p>In Deutschland baute Albrecht Hurtmanns 1951 in <a href="S%C3%BCchteln" title="Süchteln">Süchteln</a> eine erste „Wurfmaschine“. Ein Gestell aus Eisenrohren, das Tuch aus Rollladengurten vernäht und mit Fahrradschläuchen gespannt, diente in seinem Verein ASV Süchteln als Sprunggerät. Heinz Braecklen und Mitarbeiter an der jungen <a href="Deutsche_Hochschule_f%C3%BCr_K%C3%B6rperkultur" title="Deutsche Hochschule für Körperkultur">Sporthochschule in Leipzig</a> entwickelten 1953 ebenfalls ein Trampolin als Trainingshilfsgerät für <a href="Wasserspringen" title="Wasserspringen">Wasserspringer</a>. 1955 konstruierte Alfred Gockel aus <a href="Altenessen" title="Altenessen">Altenessen</a> zunächst ein erstes, instabiles Modell aus Holz.
</p><p>Schließlich wurden die schon professionellen amerikanischen Geräte 1958 zum <a href="Deutsches_Turnfest" title="Deutsches Turnfest">Deutschen Turnfest</a> in <a href="M%C3%BCnchen" title="München">München</a> u. a. durch George Nissen vorgestellt. Doch zunächst wurden erste Anträge der jungen Disziplin auf Mitgliedschaft im Internationalen Turnerbund, <a href="F%C3%A9d%C3%A9ration_Internationale_de_Gymnastique" class="mw-redirect" title="Fédération Internationale de Gymnastique">FIG</a> zu dessen Kongressen 1959 und 1961 abgelehnt. Zu einem Treffen der ersten Trampolin-Nationen kam es 1964 auf Initiative des <a href="Deutscher_Turner-Bund" title="Deutscher Turner-Bund">Deutschen Turner-Bundes</a> in <a href="Frankfurt_am_Main" title="Frankfurt am Main">Frankfurt am Main</a>. Daraus wurde die Gründungsversammlung des Internationalen Trampolin-Verbandes F.I.T.
</p><p>Im selben Jahr fanden die I. Welttitelkämpfe in <a href="London" title="London">London</a> statt. 1996 gab es die XIX. Weltmeisterschaften in <a href="Vancouver" title="Vancouver">Vancouver</a>, 1998 fanden sie in <a href="Sydney" title="Sydney">Sydney</a> statt, 1999 gibt es in <a href="Sun_City_(S%C3%BCdafrika)" title="Sun City (Südafrika)">Sun City</a>, <a href="S%C3%BCdafrika" title="Südafrika">Südafrika</a>, erstmals Trampolinweltmeisterschaften in Afrika.
</p><p>Am 1. September 1997 beschloss das <a href="Internationales_Olympisches_Komitee" title="Internationales Olympisches Komitee">Internationale Olympische Komitee</a> in <a href="Lausanne" title="Lausanne">Lausanne</a>, <a href="Schweiz" title="Schweiz">Schweiz</a>, endgültig die Aufnahme der Trampolin-Einzelkonkurrenzen in das offizielle Programm der <a href="Olympische_Spiele_2000" class="mw-redirect" title="Olympische Spiele 2000">Olympischen Spiele 2000</a> in <a href="Sydney" title="Sydney">Sydney</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Aufbau_und_Typen">Aufbau und Typen</h2></div>
<p>Der prinzipielle Aufbau eines Trampolins besteht aus einer Umrahmung, die federnd das Sprungtuch hält. Bei der häufigsten Bauweise wird in einen Metallrahmen mittels zahlreicher <a href="Feder_(Technik)" title="Feder (Technik)">Federn</a> aus Metall (seltener mittels elastischer Seile) ein elastisches Sprungtuch (meist aus <a href="Kunstfaser" class="mw-redirect" title="Kunstfaser">Kunstfasern</a> wie <a href="Polypropylen" title="Polypropylen">Polypropylen</a> oder <a href="Polyamid" class="mw-redirect" title="Polyamid">Polyamid</a>) eingespannt. Der Metallrahmen wird in den meisten Fällen aufgeständert, um den für das Springen nötigen Dehnungsraum unter der Sprungfläche zu gewährleisten. Bei Bodeneinbautrampolinen ist dagegen der Trampolinrahmen über einer entsprechend tiefen Grube befestigt. Zunehmend gibt es auch Trampoline, die ohne Federn funktionieren. Bei einigen Bauarten ist das Sprungtuch über darunterliegende Stangen aus <a href="Fiberglas" class="mw-redirect" title="Fiberglas">Fiberglas</a> mit einem Rahmen verbunden. Federlose Trampoline gelten als besonders sicher.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Aufblasbares_Trampolin">Aufblasbares Trampolin</h3></div>
<p>In die Kategorie der aufblasbaren Trampoline fallen einige sehr einfache und preiswerte Ausführungen federloser Trampoline. Sie werden gerne in der Bewegungserziehung im Elementarbereich eingesetzt, in Kindergärten bzw. Kindertagesstätten sowie Mutter-/Vater-Kind-Turnabteilungen. Die Umrahmung wird bei diesem Bautyp durch einen aufblasbaren Korpus aus hochbelastbarem Vinylkunststoff gebildet. Somit werden weder ein Metallrahmen noch harte verletzungsträchtige Streben wie bei anderen Trampolintypen gebraucht. Das Sprungtuch ist mit Kordeln eingeflochten, womit Stahlfedern nicht nötig sind. Nach dem Einsatz wird die Luft abgelassen, wie bei einem Schlauchboot, und das Trampolin kann platzsparend gelagert werden. Da sie in der Regel auf kleinere Kinder ausgelegt sind, ist ihre Belastbarkeit deutlich geringer als bei manchen festen Trampolinen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Fitness-_oder_Gymnastiktrampolin">Fitness- oder Gymnastiktrampolin</h3></div>
<p>Fitnesstrampoline, auch Gymnastiktrampoline genannt, sind kreisrund mit horizontaler und in der Höhe nicht verstellbarer Sprungfläche. Die üblichen Durchmesser sind zwischen 90 und 130 cm, die Höhen liegen zwischen 20 und 40 cm. Aufgrund der kompakten Abmessungen und der geringen Sprungwirkung eignen sich Fitnesstrampoline nur für das Springen im Stehen, akrobatische Übungen wie Salti sind mit ihnen praktisch nicht möglich. Sie dienen vor allem als Trainingsgerät für Gesundheit, Fitness und zur Gewichtsreduktion.
</p><p>Fitnessübungen mit dem Trampolin werden auch als „Rebounding“ bezeichnet. Dieses wird von den Herstellern als gelenkschonend beschrieben und als geeignete Sportart für alle Menschen, die Probleme mit ihren Gelenken haben. Vor allem bei Absprung und Landung auf dem Trampolin entsteht der Darstellung nach keine hohe Belastung, da die Federsysteme gut nachgeben.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Fitnesstrampoline werden oft auch einfach „Minitrampoline“ genannt; diese Bezeichnung steht jedoch auch für die weiter unten beschriebenen „Minitramps“, die einen grundlegend anderen Aufbau haben und auch anders genutzt werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gartentrampoline">Gartentrampoline</h3></div>
<p>Gartentrampoline sind große Trampoline für den Ganzjahreseinsatz im Freien. Diese Trampoline sind fast immer kreisrund mit Durchmessern zwischen 240 und 490 cm, die Höhe der Sprungfläche variiert meist zwischen 80 und 100 cm. Meistens handelt es sich um Trampoline mit Federn. Es gibt aber auch federlose Gartentrampoline.
</p><p>Alternativ zur Aufständerung lassen sie sich auch knapp über dem Boden über einer ausreichend breiten und tiefen Grube anbringen; es gibt auch speziell für diese Aufbauform hergestellte Gartentrampoline.
</p><p>Gartentrampoline werden häufig mit einem umlaufenden senkrechten Sicherheitsnetz angeboten, das ein Herunterfallen der Springer vom Trampolin verhindern soll, andererseits aber auch zu heftigerem Springen und damit wieder erhöhter Unfallgefahr verleiten kann.
</p><p>Diverse Hersteller raten dazu, auch Ganzjahrestrampoline im Herbst abzubauen, um das Material vor extremen Temperaturen und Witterungsbedingungen zu schützen. Es gibt aber auch federlose Trampoline die als Allwettertrampolin geeignet sind und das ganze Jahr über stehen bleiben können.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Minitrampolin">Minitrampolin</h3></div>
<p>Ein Minitrampolin, oft auch „Minitramp“ genannt, hat einen rechteckigen (oft quadratischen), oder auch selten einen runden Metallrahmen mit einer im Vergleich zur Gesamtgröße recht kleinen Sprungfläche. Es ist in der Regel an zwei Seiten unabhängig höhenverstellbar und kann so auch geneigt aufgestellt werden.
</p><p>Minitramps werden seltener als Einzelsportgeräte verwendet, sondern dienen vor allem beim <a href="Ger%C3%A4tturnen" title="Gerätturnen">Gerätturnen</a> als Sprungkraftverstärkung entweder zur Überquerung von Geräten oder zum Erlernen schwierigerer Sprünge wie Salti. Dementsprechend verwendet man sie fast nur in Sportstätten und nicht in Privathaushalten.
</p><p>Die Bezeichnung Minitrampolin wird auch für die oben beschriebenen Fitnesstrampoline verwendet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Open-End-Minitramp">Open-End-Minitramp</h3></div>
<p>Ein Open-End-Minitramp ist ein Minitramp, dessen Rahmen am oberen und unteren Ende offen ist. Dieses Gerät zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Wurfleistung aus, die zur Ausführung schwieriger Sprünge notwendig ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Doppel-Minitrampolin">Doppel-Minitrampolin</h3></div>
<p>Das Doppel-Minitramp ist wohl die am wenigsten bekannte der drei Formen, da sie praktisch nur beim <a href="Trampolinturnen" title="Trampolinturnen">Trampolinturnen</a> Verwendung findet. Das Gerät bietet dem Springer ein mittels Stahlfedern an drei Metallbügeln befestigtes Sprungtuch von etwa dreifacher Länge wie Breite. Die zum Springer zeigende Einsprungfläche ist leicht geneigt, um die Anlaufgeschwindigkeit besser in Höhe umsetzen zu können, während der hintere Teil flach ist. Der Springer nimmt Anlauf und macht einen Aufsprung auf den geneigten Vorderteil, springt von dort auf den flachen hinteren Teil und weiter auf den Mattenboden hinter dem Gerät. Bei einem offiziellen Wettkampf muss man mindestens zweimal bis maximal dreimal das Sprungtuch berühren, um dann mit den Füßen auf dem Mattenboden zu landen. Da die Geräte praktisch nur im <a href="Sport" title="Sport">Sport</a> eingesetzt werden, sind sie auf eine hohe Wurfleistung ausgelegt und für Ungeübte ohne qualifizierte Anleitung nicht zu empfehlen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wettkampf-Trampolin">Wettkampf-Trampolin</h3></div>
<p>Das große Trampolin, auch <i>Batude</i> genannt, ist das klassische Trampolin. Es ist ein Sprunggerät, das je nach Verwendungszweck mit verschiedenen Leistungsmerkmalen zur Verfügung steht. Die ersten Geräte hatten noch geschlossene Sprungtücher, die an Gummiseilen aufgehängt waren. Die heutigen Hochleistungsgeräte haben ein Netz aus vier bis sechs Millimeter breiten Nylonstreifen, die an bis zu 118 Stahlfedern aufgehängt sind. Die Sprungfläche ist rechteckig und doppelt so lang wie breit; ihre Größe variiert zwischen zirka 180 mal 360 und 215 mal 430 cm. Da bei einem geschlossenen Sprungtuch die Luftdurchlässigkeit gering ist und dadurch die Bewegungen stark gedämpft werden, kann man mit solchen Tüchern kaum mehr als einen einfachen Salto springen. Im Gegensatz hierzu ist bei modernen netzartigen Sprungtücher dieser Effekt nicht so stark; diese erlauben es dem Springer ohne große Kraftanstrengung sehr große Höhen zu erreichen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bodentrampolin-Ingroundtrampolin">Bodentrampolin-Ingroundtrampolin</h3></div>
<p>Ein Bodentrampolin, auch als Ingroundtrampolin bekannt, ist ein Trampolin, das komplett im Boden eingelassen wird, wodurch sich eine ebenerdige Fläche ergibt. Diese Trampolinart gibt es in runder oder quadratischer Ausführung und wird oft ohne Sicherheitsnetz im Boden (vorzugsweise auf dem Rasen) eingegraben. Im Vergleich zu einem Gartentrampolin ist das Bodentrampolin (Ingroundtrampolin) fix an einer bestimmten Stelle im Garten eingegraben und kann somit nicht flexibel an einen anderen Platz aufgebaut werden. Der Eingrabungsort des Trampolins sollte wohl überlegt sein, da das Ausheben einer Grube und das anschließende Aufbauen des Bodentrampolins zeitintensiv ist. Zur Überwinterung und zum Schutz wird das Bodentrampolin mit einer Abdeckplane abgedeckt.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Trampolinhalle">Trampolinhalle</h3></div>
<p>Trampolinhallen sind <a href="Freizeit" title="Freizeit">Freizeiteinrichtungen</a> in geschlossenen Räumen, die mit Trampolinen ausgestattet sind. Die Trampoline reichen von einer Wand bis zur anderen. Dadurch wird verhindert, dass der Springer von den Trampolinen fällt und sich schwer verletzt. Ein erhöhtes Verletzungsrisiko besteht gerade für ungeübte Springer in Trampolinhallen dennoch. Durch die meist ausgelassene Stimmung und durch andere, erfahrenere Springer angetrieben, wird das eigene Können schnell überschätzt. Wer dadurch leichtfertig Salti und andere Tricks ausprobiert, setzt sich einer erhöhten Gefahr für Genickverletzungen und <a href="Knochenbruch" title="Knochenbruch">Gelenkfrakturen</a> aus.
</p><p>Popularität erlangten Trampolinhallen ab 1950 in den USA. Wegen einer hohen <a href="Unfallrate" title="Unfallrate">Unfallrate</a> gerieten die damals noch einfacher gestalteten Freizeiteinrichtungen jedoch in die Kritik und das öffentliche Interesse sank Anfang der 1960er Jahre schnell wieder. Nachdem das Konzept wiederentdeckt und weiterentwickelt wurde, erleben Trampolinhallen in den USA seit 2004 wieder einen Boom. Nach Eröffnungen in den Niederlanden und Großbritannien machte die erste deutsche Trampolinhalle 2014 in <a href="Dortmund" title="Dortmund">Dortmund</a> auf. Seitdem wurden weitere in <a href="Hamburg" title="Hamburg">Hamburg</a>, <a href="Duisburg" title="Duisburg">Duisburg</a>, <a href="Gelsenkirchen" title="Gelsenkirchen">Gelsenkirchen</a>, <a href="Schw%C3%A4bisch_Hall" title="Schwäbisch Hall">Schwäbisch Hall</a>, Essen, München, Quickborn, Ulm, Dietzenbach, Stuttgart sowie mehrere in Berlin eröffnet. Mittlerweile gibt es über 100 Trampolinhallen in Deutschland.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Streifenbreite_der_Sprungtücher"><span id="Streifenbreite_der_Sprungt.C3.BCcher"></span>Streifenbreite der Sprungtücher</h3></div>
<p>In Schulen und in der Vereinsarbeit mit Kindern wird meist ein Tuch mit 13 mm-Streifen eingesetzt, das einen guten Kompromiss zwischen Wurfleistung und <a href="Training_(Sport)" title="Training (Sport)">Trainingseffekt</a> zum Muskelaufbau darstellt.
</p><p>Durch ihre hohe Wurfleistung sind Sprungtücher mit schmaleren Streifen nur für gut trainierte Sportler zu empfehlen, da die Sprünge anderenfalls zu sehr die Gelenke belasten. Sprünge bis zu einer Höhe von etwa 9 Metern sind möglich, was natürlich auch eine erhebliche Sturzgefahr darstellt.
</p><p>In der <a href="Rehabilitation" title="Rehabilitation">Rehabilitation</a> und dem <a href="Behindertensport" title="Behindertensport">Behindertensport</a> werden gerne Sprungtücher aus 45 mm breiten Nylonstreifen eingesetzt, da sie sehr robust sind und sich sehr gut zum Aufbau der Stützmuskulatur eignen. In der Therapie werden deshalb weicher gefederte Trampoline eingesetzt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Weitere_Trampolintypen">Weitere Trampolintypen</h3></div>
<p>Eine weitere Form ist die Kombination von <a href="Bungee-Springen" class="mw-redirect" title="Bungee-Springen">Bungee</a> und Trampolin, dem Bungee-Trampolin. Hierbei wird die springende Person seitlich mit elastischen Seilen mit der Trampolin-Konstruktion verbunden. Dieses ermöglicht das verletzungsarme Ausprobieren von Vorwärts- und Rückwärts<a href="Salto_(Sprung)" title="Salto (Sprung)">salti</a> sowie durch den Zug des Gummiseils ein wesentlich höheres Springen bei gleichzeitiger Gelenkschonung.
</p><p>Weiter existieren Trampoline die ohne elastische Aufhängung (wie Federn/Gummiseile) funktionieren. Bei dieser Art der Federlosen Trampoline ist das Sprungtuch mit einem unter dem Sprungtuch liegenden Rahmen über Stangen aus Fiberglas verbunden. Federlose Trampoline gelten als besonders sicher. Der Springer kann sich hier nicht an Rahmen oder Federn verletzen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Verletzungsgefahren">Verletzungsgefahren</h2></div>
<p>Verletzungen beim Trampolinspringen wie Kopf- und Zahnverletzungen, Arm- und Beinbrüche entstehen in erster Linie dann, wenn ein Trampolin von mehreren Personen gleichzeitig benutzt wird oder Sicherheitseinrichtungen wie ein umlaufendes Sicherheitsnetz fehlen. Die Gefahr von Wirbelsäulenverletzungen ergibt sich vornehmlich aus dem Versuch von Salti, Überschlägen und Bauchsprüngen. Aus diesen Gründen rät die US-amerikanische Kinderärztevereinigung <a href="American_Academy_of_Pediatrics" title="American Academy of Pediatrics">American Academy of Pediatrics</a> generell von der heimischen Verwendung von Trampolinen ab.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Entstehung einer <a href="Osteochondrosis_dissecans" title="Osteochondrosis dissecans">Osteochondrosis dissecans</a> am Knie geht häufig eine intensive Nutzung des Trampolins durch Kinder und Jugendliche (mit offenen <a href="Epiphysenfuge" title="Epiphysenfuge">Wachstumsfugen</a>) voraus. Zusätzlich findet sich bei fast allen Betroffenen eine Minderversorgung oder ein zum Teil ausgeprägter <a href="Vitamin_D3" class="mw-redirect" title="Vitamin D3">Vitamin-D3</a>-Mangel.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Trampolines?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Trampolines</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Trampolin" class="extiw external" title="wikt:Trampolin">Wiktionary: Trampolin</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.dtb.de/trampolinturnen/">Trampolinturnen auf der Website des Deutschen Turner-Bunds (DTB)</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.zeit.de/zeit-magazin/2017/07/deutschlandkarte-trampolinhallen-freizeit-trampolinspringen">Deutschlandkarte „Trampolinhallen“</a> des ZEITmagazins, 1. März 2017</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://jump-parks.com/trampolinhallen/">Interaktive Deutschlandkarte „Trampolinhallen“</a> auf jump-parks.com, 3. Januar 2020</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://parks.trampoline-info.de/">Trampolinhallen-Verzeichnis Deutschland</a> auf parks.trampoline-info.de</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Fußnoten"><span id="Fu.C3.9Fnoten"></span>Fußnoten</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.musmagazin.de/news/spikeball-oder-roundnet-eine-frage-des-markenrechts"><i>Eine Frage des Markenrechts</i>.</a> Musmagazin.de vom 23. Juni 2021, abgerufen am 22. September 2021</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.gartentrampolin366.de/trampolin-test-welches-kaufen/#Federlos">"Federlose" Trampoline senken das Unfallrisiko</a></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20160219213441/http://fitness-trampoline.com/fitness-trampolin-ideal-fuer-jung-alt/"><i>Fitness Trampolin – Ideal für jung & alt - fitness-trampoline.com.</i></a> 19. Februar 2016, archiviert vom <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
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